Der größte Drogenfund des Jahres

© Charlotte Lake
22.12.2011

Haschisch, Amphetamine und Marihuana im Wert von 47.000 Euro: Die Rostocker Polizei deckte nun die Machenschaften einer Dealerbande der etwas ungewöhnlicheren Größenordnung auf.

In diesem Jahr wurden, etwa wie im Vorjahr, nach Angaben der Polizei in Mecklen-
burg-Vorpommern rund 3500 Rauschgiftdelikte erfasst. Auf den Tag genau vor einem Jahr zerschlug die Rostocker Polizei einen gewichtigen Dealerring (der
Spion berichtete). Jetzt ereignete sich der laut Kriminaldirektor Peter Mainka
größte Drogenfund in Rostock des gesamten Jahres 2011: Drei Verdächtige, knapp sieben Kilogramm Marihuana sowie weitere Drogen, eine Pistole.

Bereits seit Anfang dieses Jahres sei, wie Mainka laut T-Online erläutert, gegen einen 28 Jahre alten Mann aus Rostock ermittelt worden: Der mutmaßliche Kopf der Drogendealerbande. Dieser habe sich regelmäßig von einem 27-jährigen aus dem Landkreis Rostock mit Drogen beliefern lassen. Nun, auf der Rückfahrt einer sol-
chen Beschaffungsfahrt des Mannes und seines 34-jährigen Begleiters, erfolgte der Zugriff der Rostocker Polizei. Im Auto stießen die Beamten auf fünf Kilo Marihuana - sowie auf eine geladene Pistole. Die darauffolgenden Hausuntersuchungen förderten laut Mainka weitere Drogen zutage: Zusätzliche 1,7 Kilogramm Marihuana sowie Amphetamine und Haschisch, welche das Oberhaupt der Dealerbande im Keller seines Bruders sowie in der Garage seiner Eltern gelagert hatte.

47.000 Euro: Dort liegt in etwa der Verkaufswert des gesamten Marihuanas. Eine Größenordnung, die laut Mainka eher ungewöhnlich sei, da Dealer zumeist kleinere Mengen transportieren würden. Die drei Verdächtigen befinden sich in Untersuch-
ungshaft - welche Strafen diese erwarten, stehe erst nach der Untersuchung der Drogen auf ihren Wirkstoffgehalt fest. Der Besitzer der Pistole aber müsse sich, so Oberstaatsanwalt Reinhard Krüger, auf mindestens fünf Jahre Haft einstellen.

(nm)
33
Kommentare insgesamt

The Transporter
23.12.2011 01:03
reg. Mitglied
komisch...immer kurz vor weihnachten schlagen sie zu....was will und daß sagen??? bescherung für die polizei und schnee zu weihnachten oder was?
fällt die jahr mal wieder aus bei 8 grad
außerdem sind daß keine großen mengen.....eher kleindealer würde ich sagen.....die dicken fische schwimmen woanders rum
ohh ha.....und ne pistole.......maaaan......was sie damit wohl wollten....lol

FeInStEr G.
23.12.2011 08:16
Gast
Sollten sich eher mal mit richtigen Problemen beschaeftigen

Aspergo a.
23.12.2011 11:23
Gast
Da haben die Junkies wohl jetztn Problem wa

M M.
23.12.2011 13:21
reg. Mitglied
Das ist ein interessanter Beitrag zu den Drogen, worunter natürlich Alkohol und Zigaretten!

Ja, ja, umso schwer wird es für die Junkies Stoffnachschub zu bekommen, Aspergo Anima

Quelle: Helles Köpfchen.de

Vor kurzem wurde in Deutschland der Drogenbericht für das Jahr 2008 veröffentlicht. Steigt die Zahl junger Menschen, die Drogen konsumieren? Warum ist die Suchtgefahr bei Jugendlichen besonders hoch? Was sind Drogen und worin liegt die Gefahr von Rauschmitteln?

Der Drogen- und Suchtbericht 2008, der vor wenigen Tagen in Berlin vorgestellt wurde, ist insgesamt alles andere als erfreulich: Zwar geht daraus hervor, dass immer weniger Jugendliche Tabak oder Haschisch rauchen. Auffallend ist allerdings, dass der Alkoholkonsum unter Jugendlichen noch weiter gestiegen ist. "Komasaufen" unter Freunden oder auf Partys sowie Krankenhauseinweisungen wegen Alkoholkonsums werden immer häufiger.

Bei den Erwachsenen ist auffällig, dass noch immer jeder Dritte - also ungefähr 16 Millionen Menschen - Zigaretten raucht. Und es gibt laut Drogenbericht sogar immer mehr Erwachsene, die Haschisch rauchen. Auch der Alkoholkonsum von Erwachsenen ist Besorgnis erregend: 9,5 Millionen Deutsche trinken übermäßig viel Alkohol, etwa 1,3 Millionen sind Alkoholiker - also abhängig. Aber auch bei Alkohol sind die Grenzen zur Sucht fließend. Eineinhalb Millionen Erwachsene sind dem Suchtbericht zufolge abhängig von Medikamenten.

Was macht Drogen so gefährlich?

Drogen bergen viele Risiken: zum einen besteht natürlich die Gefahr, seelisch und körperlich abhängig zu werden und sein Leben immer mehr nach der Sucht auszurichten. Dies wirkt sich auf die ganze Persönlichkeit aus. Bei harten Rauschmitteln treten schließlich schlimme seelische und körperliche Entzugserscheinungen auf, wenn die Wirkung der Droge nachlässt. Der Körper hat sich an die Droge gewöhnt und "braucht" immer mehr davon. Zum anderen wirken viele Rauschmittel wie Giftstoffe auf den Körper - sie sind also schädlich für unsere Gesundheit.

Außerdem wirken Drogen bewusstseinsverändernd - man hat ein falsches Bild der Realität und neigt oft zu gefährlicher Selbstüberschätzung. So ignoriert man Bedürfnisse seines Körpers, verkennt Gefahren und kann sich und andere auf diese Weise in bedrohliche Situationen bringen. Viele Unfälle sind auf den Konsum von Drogen zurückzuführen. Hinzu kommt, dass verbotene Drogen oft von skrupellosen Händlern auf dem Schwarzmarkt verkauft werden.

M M.
23.12.2011 13:24
reg. Mitglied
Welche (giftigen) Inhaltsstoffe wirklich enthalten sind und was man eigentlich zu sich nimmt, kann nicht überprüft werden. Viele Drogen werden aus Kostengründen "gestreckt", man mischt also irgendwelche - häufig schädlichen - Zusatzstoffe unter.

Drogen als Problemlösung?

Gerade unter Stress, wenn vieles nicht so läuft, wie man will, beginnt der oft fatale Einstieg in den Drogenkonsum. In Situationen, die auf das Gemüt drücken und scheinbar nicht bewältigt werden können, sehen viele in Drogen eine Art "Ausweg". Mal vergessen, mal entspannen, mal abschalten - viele Drogen entlasten im Rausch zunächst vordergründig von Problemen, vermindern Ängste und Hemmungen. Viele Drogen bewirken ein gesteigertes Selbstwertgefühl, Glücksgefühle und Entspannung. Wer die Erfahrung macht, dass Drogen zunächst das Wohlbefinden verbessern, ist schnell in Versuchung, immer öfter auf sie zurückzugreifen.

Dann steigt die Gefahr, süchtig zu werden. Drogen helfen niemals bei Problemen. Die vordergründige Erleichterung führt schnell zu einem Suchtverhalten und massiven Problemen, welche es ohne Drogen überhaupt nicht gäbe. Die Situation wird immer schlimmer. Bei vielen Rauschmitteln muss immer häufiger und mehr von dem Stoff konsumiert werden, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Entzugserscheinungen und seelische Verstimmungen treten ein. Der regelmäßige Gebrauch von Rauschmitteln kann sich erheblich auf unsere Psyche auswirken sowie Charaktereigenschaften und Verhalten verändern. Viele stumpfen ab, werden depressiv, leicht reizbar oder haben immer größere Probleme, die Realität im "nüchternen Zustand" - also nicht berauscht - zu ertragen.

Spaßfaktor Droge?

Drogen lösen die Probleme jedoch nicht, sondern sie helfen dabei, sie vorübergehend zu verdrängen und eine Art Realitätsflucht zu betreiben. Nach dem Drogenrausch geht es vielen deshalb oft noch schlechter. Aber es muss nicht immer der Stress oder Problembewältigung sein - viele junge Menschen probieren auf der "Suche nach Spaß" alle möglichen Drogen aus. Viele betrachten diese Erfahrungen als cool und gewinnbringend. Gerade weil so viele Jugendliche Kontakt und Erfahrungen mit Drogen machen, ist es schwer, sich abzugrenzen und "Nein" zu sagen. Wer dazugehören will, macht in vielen Fällen einfach mit. Man steht schnell alleine da, wenn man nicht mitraucht oder mittrinkt - oft gilt man auch als "Langweiler" oder "Angsthase".

M M.
23.12.2011 13:26
reg. Mitglied
Es braucht also häufig einiges an Mut zu sagen, dass man keine Drogen - ob legale wie Zigaretten und Alkohol oder illegale, also verbotene - zu sich nehmen will. Es ist eben fast schon normal, beim Ausgehen Alkohol zu trinken, zu rauchen oder zu "kiffen" - also Haschisch zu rauchen.

Das aus der Cannabis-Pflanze gewonnene Rauschmittel ist neben Zigaretten und Alkohol die am weitesten verbreitete Droge. Die meisten haben schon einmal an einem "Joint" - also einer gedrehten Haschischzigarette - gezogen. In der Techno-Szene ist der Konsum von synthetischen Ecstasy-Pillen verbreitet, die leistungssteigernd wirken. Abgesehen davon, dass der Konsument nicht weiß, welche schädlichen Stoffe in den verbotenen, chemischen Pillen wirklich enthalten sind, birgt diese Droge weitere Gefahren: Körperliche Bedürfnisse werden vermindert oder überhaupt nicht mehr wahrgenommen. So tanzen einige trotz völliger Erschöpfung die ganze Nacht durch, ohne Flüssigkeit zu sich zu nehmen, da sie kaum ein Durst- und Müdigkeitsgefühl verspüren. Das ist gefährlich und kann sogar tödlich enden.

Junge Menschen besonders gefährdet

Gerade junge Menschen sind anfälliger dafür, in die Sucht abzurutschen. Wer Drogen nimmt, kann schwer abschätzen, wann er in den Strudel der Abhängigkeit gerät. Sucht ist ein stetig voranschreitender Prozess, eine klare Grenze ist beim Drogenkonsum nur schwer zu erkennen. Oft fängt es ganz "harmlos" an - man will einfach mal etwas Neues ausprobieren und seine Erfahrungen machen - so wie es viele andere schließlich auch schon mal getan haben.

Das Problem ist aber, dass viele die Gefahr einer Abhängigkeit unterschätzen und glauben, den Konsum von Rauschmitteln "im Griff" zu haben. Dass sie bereits abhängig sind, ist den meisten nicht einmal bewusst - oder sie wollen nicht wahrhaben, dass sie ein Suchtproblem haben. Da Jugendliche schneller als Erwachsene lernen und ihr Körper empfindlicher reagiert, gewöhnen sie sich auch schneller an den Genuss von Suchtstoffen. Bei jungen Menschen führen die sensiblen Nervennetze rasch zum Suchtverhalten. Und nicht nur das: Sie können die Persönlichkeit verändern. Besonders gefährdet sind nach Einschätzung vieler Experten junge Menschen, die mit Hilfe der Droge Lebensaufgaben wie Schule, Studium, Berufstätigkeit, Kontakte knüpfen sowie die ersten Liebeserfahrungen bewältigen wollen und so versuchen, ihre Probleme zu lösen. Sie gehen oft leichtsinning mit der Gefahr von Rauschmitteln um und können die Folgen schwer einschätzen.

M M.
23.12.2011 13:30
reg. Mitglied
Einstieg leicht gemacht

Ob gegen das Gesetz verstoßend oder erlaubt - Drogen wie Alkohol, Zigaretten, Haschisch, Ecstasy, Kokain, psychoaktive Pilze, LSD oder gar Heroin verändern unsere Wahrnehmung, beeinträchtigen ein freies, selbstbestimmtes Leben und machen süchtig. Viele der Rauschmittel führen sogar sehr rasch zur Abhängigkeit. Bei der gefährlichen Droge Heroin beginnt der Teufelskreislauf der Sucht meist schon nach der ersten oder zweiten Einnahme.

Natürlich ist das Konsumverhalten bei Rauschmitteln, die Wirkung der Droge sowie die Anfälligkeit zur Sucht individuell verschieden. Der Einstieg zu den illegalen Drogen erfolgt aber sehr häufig über die erlaubten und gesellschaftlich anerkannten Drogen Zigaretten und Alkohol. Anders ausgedrückt: Wer raucht, ist in den meisten Fällen deutlich anfälliger für Haschisch, Ecstasy und andere Drogen. Dabei zielt gerade die Getränke- und Zigarettenindustrie verstärkt auf immer jüngere Konsumenten ab: beispielsweise mit süßen Alkopops, die auch Jugendlichen schmecken und denen man den hohen Alkoholgehalt kaum anmerkt, und Werbung mit jungen, gutaussehenden Models für Zigaretten. Und das, obwohl für alle Suchtstoffe die Tatsache gilt: je jünger ein Mensch Drogen konsumiert, desto größer ist das Suchtrisiko.

Sooo, dass musste ich mal hier reinkopieren, auch wenn das Drogensüchtige weniger interessieren dürfte, da die Wahrnehmung beeinträchtigt ist!

Hannes Z
23.12.2011 13:50
reg. Mitglied
nen längeren text hast nich gefunden oder?

M M.
23.12.2011 14:14
reg. Mitglied
Ging noch länger, Hannes

Durchlesen und vielleicht kommt ja eine gewisse Einsicht auf

Toby G.
23.12.2011 15:18
Gast
Ja, das es viele Menschen gibt, die nicht mit Drogen umgehen können, weil sie in einer beschissenen Situation leben.
Bei den harten Drogen ist es etwas anders.

Hoffe das der Staat da nicht wieder sozialistisch reagiert und die Fähigen bestraft indem die Drogengesetze an die Unfähigen angepasst werden -_-
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