Wird es eine räumliche
Trennung geben? Ja, es gibt den Museumsbereich und den Club, der aus drei Zonen bestehen wird. Der Globus Floor
im ebenerdigen Seitenflügel fasst etwa 800 Leute und ist vorgesehen für Showcases von Sven Väth, DJ Hell, Jeff
Mills oder Richie Hawtin. Dann gibt es im einen Barraum mit Balkon, von dem aus können die Partygänger die ganze
Kathedrale überblicken und im Keller liegt die eigentliche Tanz-Keimzelle. Du hast ja den original Tresorraum mit
Schließfächern, Stahltür und Gitterstäben in der alten Location an der Leipziger Straße ausgebaut und mitgenommen.
Was passiert damit? Ich werde ihn im Museum des Modems nachbauen und wie ein Kunstobjekt inszenieren. Er wird wie
ein Schuhkarton sein, der dank Lichtinstallationen von innen glüht. Ich habe seinen Wert übrigens auf 35 Millionen
festgelegt. Er hat seinen Preis, steht aber nicht zum Verkauf. Wie wird die musikalische Ausrichtung? Werdet Ihr wie
das Berghain ganz auf Minimal Techno setzten? Wir werden uns dem Trend Minimal Techno nicht verschließen. Jedoch werden
wir mit den Künstlern, die wir auf Tresor Records aufgebaut haben wie Christian Vogel, Blake Baxter oder James Ruskin,
weiterarbeiten. Gegenüber befindet sich eine Wohnsiedlung, werden die Mieter nicht über die laute Musik klagen?
Das Kraftwerk hat keine Öffnung nach außen, es gibt Doppelwände und wir werden das Soundsystem nach der Akustik
ausrichten. Das sollte reichen. Wird man nachts vom Club aus ins Museum gehen können? Man wird vom Club ins Museum
schauen können. Dann kann man etwas erahnen, die Fantasie wird angeregt und man fährt neugierig Nachhause. Stand:
Donnerstag, 5. April 2007, 12:13 Uhr