auch nicht übel
Hab ich damals meinem Ex geschrieben:
Du
Tief unten und allem Licht verborgen,
dunkelrot im Wasser treibend,
im Wasser der Vergangenheit,
schwamm mein Herz in namenloser
Stille schweigend umher.
Umhüllt vom Schatten der Vergangenheit
war es nicht fähig zu fühlen,
nicht im Stande das Licht zu sehen,
was so hell und klar da war,
einfach blind und taub
für jegliche Gefühle.
Schwamm dort im Dunkel,
umgeben von einer bleiernen Schwärze,
träge dahin,
traute sich nicht an die Oberfläche zu
schwimmen,
aus Angst den letzten Halt zu verlieren,
ein gestrandetes Schiff dem Versinken
bedrohlich nahe.
Wo anders schon helles Licht
das Dunkel kraftvoll zerschlagen hätte,
war keine Hoffnung mehr da,
schien kein Schimmer zu hell.
Doch dann kam ein Licht,
ein Hoffnungsstrahl,
ein Strahl zu Hell für die Dunkelheit,
die es in seinen Klauen hielt.
Eine Wärme,
zu warm für die Gefühlskälte
im Innersten des Stahles zu dem
es geworden war.
Dann kamst Du,
brachtest Gefühle durcheinander
die verloren ich geglaubt.
Brachtest einen rettenden Anker,
wo schon alles zu scheitern drohte,
Erfandest das Wort neu,
dessen Bedeutung mir schon fremd
geworden war.
Das Wort das sowohl Herzen öffnen
als sie auch für immer verschließen kann,
sowohl heilen als auch für immer zerstören
kann,
wiederbeleben oder töten kann.
Ich liebe dich!
(Kaniiii 2004-08-08)