Mir ist kalt, mich hat der düstere Schleier einer dunklen Schönheit umhüllt. Du besitzt die Macht über mich, doch du weist diese nicht zu nutzen! Letztendlich bist du doch genauso hilflos wie ich. Gefangen in einem finstern Kerker aus erstarrtem Blut. Die Gefühle stagnieren - eingefrohren für die Ewigkeit. Mein Herz kämpft dagegen an, doch jeder Widerstand ist zwecklos. Der gläserne Schlüssel, versunken im tiefsten Abgrund des endlos großen Ozeans der Tränen! Du schaffst es mich nicht zu erlösen, unzerstörlich - selbst der schleichende Tod kann mir nichts anhaben. Jede Sekunde stirbt ein kleiner Teil von mir, die Wunden werden größer, doch sie sind nicht lebensbedrohlich. Die Schmerzen nehmen unerträgliche Ausmaße an. Die Verletzungen heilen zu langsam, alte vernarbte Stellen platzen plötzlich wieder auf und erneut ergießt sich ein reißender Strom meines Lebenswillens in die Finsternis der Nacht. Gebohren für das Ewige Leid, zerfressen vom Nervengift meiner verdorbenen schwarzen Seele. Erst wenn der letzte Stern am Himmel erlischt, so wird auch das winzige Lichtlein in meinen Augen für immer ausgeknipst. Dieser Zeitpunkt ist gekommen, wenn deine grausame Diktatur ein tragisches Ende nimmt...
... Von Dir aufs Glatteis geführt, die Illusion wird brüchig. Aufs Bitterste enttäuscht, ich verliere den Halt. Verlassen von jeglichem Mut versinke ich in das mir eröffnete Loch, in die ungeahnten Tiefen meines Selbstmitleids. Mir stockt der Atem, ich halte die Luft an. Völlig unverhofft sticht mir ein helles Funkeln ins Auge. Zielstrebig steuere ich auf den schmalen Spalt zu, der das verholene, hoffnungsvolle Licht preis gibt. Gefangen im Wechselbad der Gefühle versuche ich zu schwimmen, doch an meinem Bein zieht der gewichtige Klotz meiner destruktiven Gedanken. Angelangt am Boden der bitteren Tatsachen begegne ich dem letzten Stern, welcher durch seine Helligkeit einen Blick auf meinen verschollenen Schlüssel freigibt, doch - Er ist in zwei! Der Schlüssel zerbrochen - Mein Herz für immer verschlossen...