man sollte es eher anders sehen.
die meisten leute sollen für weniger geld, als sie zum überleben brauchen arbeiten gehen. aber mal ehrlich, wer würde jeden tag arbeiten gehen, sagen wir mal in einer fabrik, wo er paletten packen müsste, das ganze 6tage die woche und das für ausgezahlte 650,- € ???
woran es in deutschland fehlt, ist zumutbare arbeit. damit meine ich nicht die tätigkeit, sondern die vergütung.
und der staat tut durch kombilöhne aus hartz 4 und dem hungerlohn des arbeitgebers sein übriges zum lohndumping. und trotzdem reicht dieses geld nur knapp zum überleben. große sprünge, wie ein neuer fernseher oder einmal im monat auswärts essen gehen, sind da nicht drin.
dazu kommt dann noch die geschichte mit den mangelnden fachkräften. der größte witz seit jahren. keiner der betriebe und konzerne, die nach fachkräften schreien, bildet auch nur eine einzige fachkraft aus. und dann wundern die sich, dass sie keine fachkräfte haben, bzw mit ihren mickrigen gehältern, teilweise nichtmal ein viertel des aktuellen verdienstes, keine von anderen firmen abwerben können?
als nächstes ist da der punkt dieser krampfhaften gewinnmaximierung. zwar haben die vorstände der unternehmen vermeintlich BWL studiert, aber ignorieren dies mit aller gewalt. man kann gewinne und umsätze nicht bis ins unendliche steigern. irgendwann ist der markt übersättigt, oder die abnehmer haben kein geld mehr. also spart man beim personal. lohnkürzungen und massenentlassungen. bestes beispiel ist da VW. ehe auch nur einer der überbezahlten typen aus dem wasserkopfvorstand gehen muss, wurde auch noch der letzte mitarbeiter aus der produktion rausgeschmissen.
im krassen gegensatz dazu stehen die jährlich in einigen sektoren um bis zu 30% steigenden lebenshaltungskosten bei gleichbleibenden oder sinkenden löhnen. wenn man auch nur etwas weiter, als ein schwein scheißt, denken kann, weiß man, wohin das führt. es wird in deutschland auf der einen seite einge extrem reiche geben, keinen mittelstand, und der großteil der bevölkerung wird in völliger armut dahinvegetieren.
von den lobbyisten und wirtschaftmarionetten in berlin ist nicht viel zu erwarten, was das thema angeht. immerhin gehören sie ja zu den gewinnern. bestes beispiel ein herr merz, der insgesamt neben seiner tätigkeit als bundestagsabgeordneter von 12 weiteren firmen gehälter von jeweils über 15.000,- netto bezieht. entsprechend "neutral" fallen seine entscheidungen aus.
deshalb stimmt die aussag