im fun in hro is auch jedes wochenende ein
rolli-fahrer gewesen.
leider beschäftigt man sich mit diesem
thema aber wirklich erst, wenn man selbst
damit zu tun hat.
ich bin jetzt in heidelberg persönliche
assistentin einer körperlich behinderten
27jährigen. irgendwie hat diese frau auch
kein glück! multiple sklerose plus
inoperablen gehirntumor und dazu noch
epileptikerin, mehrmals schon halbtot
gewesen und immer wieder von den ärzten
ins leben zurück geholt... wenn ich mit
ihr einkaufen gehe und sie so durch die
gegend schiebe, wird mir erst einmal
bewusst, wie glücklich wir gehenden uns
doch schätzen können.
jede kleinste bordsteinkante,
straßenbahnschiene etc. ist ein hindernis,
was überwunden werden muss... und dieses
eigenständige ankippen des rollstuhls ist
schon sehr anstrengend.
kriegt immer nen halben anfall, wenn sie
zur bushalltestelle rollt.
sie wohnt aufm berg und die bordsteinkante
bei der bushalte is riesig hoch. sie rollt
also den berg etwas hoch, lässt sich dann
mit schwung ein stück den berg runter
rollen und knallt die kante hoch.... und
hinter nem meter breiten gehweg kommt nen
abgrund. HILFEE! frag mich echt immer wie
sie das macht.
demnächst darf ich selbst an einem
rollstuhlkurs teilnehmen, damit ich mal
weiss, wie das so ist... bin sehr
gespannt... denke man versteht dann
vielmehr, mit was "behinderte" sich so
rumschlagen müssen.
>>>behindert ist man nicht, man wird es
durch die umwelt gemacht!