@ mello:
mein hauptkritikpunkt sind überzogene löhne, die gewerkschaften einfordern. es ist nachgewiesen (und auch anerkannt), dass die löhne ohne gewerkschaften geringer wären. ich bin nicht für sinkende löhne, sondern für moderate lohnerhöhungen. dabei sollte man immer auch sein eigenes humankapital und die kurzfristigen und langfristigen anforderungen des berufes berücksichtigen. aber wenn mir jemand sagt: immer sommer schwitze ich und im winter is es so kalt, dafür will ich mehr geld. hey sorry, das is für mich ein nogo. und in einer liberaleren wirtschaft würden sich die leute richtig umschauen ;o)
und falls du hans werner sinn meinst (kobold-bart), so zitiere ich mal aus der geliebten wikipedia:
"Sinn kritisiert eine in der Vergangenheit seiner Ansicht nach ausufernde Lohnentwicklung, die für die Massenarbeitslosigkeit insbesondere der gering Qualifizierten verantwortlich sei. Er nennt viele Ansatzpunkte, die seiner Ansicht nach notwendig sind, um Deutschlands Rolle in der Globalisierung zu stärken. Sie reichen von einer Beschränkung der Gewerkschaftsmacht bis zu einer Verbesserung der Anreizstrukturen des Sozialstaates."
Sinn spricht sich für eine Sicherung von Mindesteinkommen statt von Mindestlöhnen aus. Der Staat solle individuell bemessene Lohnzuschüsse zahlen (aktivierende Sozialhilfe). Das ermögliche eine Spreizung der Lohnskala nach unten, schaffe neue Jobs und sichere zugleich ein Mindestniveau des Lebensstandards, das den sozialen Zielen der Gesellschaft entspreche. Die weniger leistungsfähigen Mitglieder der Gesellschaft hätten dann zwei Einkommen: ein niedriges Lohneinkommen, das ihrer Produktivität entspreche, und einen staatlichen Lohnzuschuss. Mit dem Kombilohnmodell des Ifo-Instituts sollen demzufolge 3 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen, vor allem für gering Qualifizierte. Zur weiteren Absicherung schlägt Sinn kommunale Leiharbeits-Jobs vor, auf denen jederzeit ein Lohneinkommen in Höhe des heutigen Arbeitslosengeldes II verdient werden kann. Auf diese Weise werde eine lückenlose Mindesteinkommenssicherung auf heutigem Niveau erreicht.
seh ich genauso...
und die kaufkraftgestützte theorie wird auch gerne mal von linken zu rechtfertigungszwecken missbraucht. für mich (!) hat sie nur den haken, dass wir so tun als ob die leute für unwürdigste einkommen arbeiten gehen, was aber nicht der fall ist.
aber das gehört eigentlich nicht hier in den thread