Also ich muss schon sagen, dass es
teilweise doch echt amüsant ist, was man
zu dem Thema so liest. ;o)
Nun: was verstehe ich unter Freundschaft:
In einer Freundschaft lege ich sehr viel
Wert auf Gegenseitigkeit. Das bedeutet,
dass das ein automatischer Prozeß von
Geben und Nehmen ist. Teilweise bin ich
auf Menschen gestoßen, die scheinbar nur
nehmen aber nicht geben können. Ein Freund
ist der, der in der Not für einen da ist.
Da muss ich mitten in der Nacht völlig
verheult anrufen können, weil vielleicht
gerade was Schlimmes gewesen ist und
möchte mir keine Predigt über die Uhrzeit
anhören müssen.
Vor kurzem gab es jemanden in meinem
Leben, der mir erklären wollte, dass es
ihm reicht, mit seiner Freundin seine
Sorgen und Freuden des Lebens zu teilen.
Das braucht er nicht mit jemand anderem,
aber er würde trotzdem gerne zuhören, wenn
man jemanden zum Reden braucht. Da habe
ich ihm gesagt, dass ich bei so etwas an
meinen Therapeuten aber nicht an einen
Freund denke. Aber auch diese Ansicht muss
man wohl akzeptieren.
Es gibt viele Dinge, die eine Freundschaft
ausmachen. Das ist ein stillschweigendes
Verstehen ganz ohne Worte. Eigentlich ist
eine Freundschaft wie eine Beziehung nur
dass man (i. d. R.) keinen Sex hat.

Man
muss den anderen nehmen, wie er ist. Man
muss ihm/ihr Freiheiten geben (z. B.
frische Beziehung). Und genauso mag ich
keine Oberflächlichkeiten. Ich hatte mal
eine Freundin, die alle Mädels in ihrer
Bekanntschaft überschwenglich mit
"Mausi", "Süße!!" oder was auch immer
begrüßte. Das war etwas, was bei mir
Unsicherheit erzeugte. Ich kam mir im
Endeffekt wie eine von vielen vor.
Ich denke, über dieses Thema kann man
ganze Bücher schreiben. Ich bin auch der
Überzeugung, dass es wesentlich
schwieriger ist DEN Freund oder DIE
Freundin zu finden, als einen
Lebenspartner.