Man muss ja auch bedenken, dass das Konzept vom Melt-Festival oder der SMS auch mehr in Richtung Kommerz geht. Von solchen Sachen hebt sich die Fusion im Gegensatz zu den anderen Veranstaltungen doch erheblich ab. Während sich Melt, SMS o.ä. doch von großen Unternehmen, den sogenannten Sponsoren, finanzieren und ausrüsten lassen, ist die Fusion doch ganz auf sich gestellt. Daher kommt auch der "hohe" Eintrittspreis, der meiner Meinung auch gerechtfertigt ist zustande. Die Fusion ist zwar regional kommerzialisiert, was auch das hin und wieder fragwürdige Publikum beweist, aber sie hat meiner Meinung nach ein Flair, an den große, kommerzielle Veranstaltung, die mit bekannten Künstlern, die wiederum gut zahlende Besucher akquirieren, schlecht ran kommen. Ich sage nicht, dass diese Veranstaltungen schlecht sind, das denk ich nämlich auch nicht. Die Fusion ist einfach nur eine sehr gute Alternative, mal aus dem herkömmlichen Kommerzwahn auszutreten und cirka 80% weniger Marken- oder Werbeimpressionen zu erleben und seine Ruhe zu haben. "Ein Marktplatz der Utopien und der Träume von einer Welt, die nicht von Rücksichtslosigkeit, Intoleranz, Egoismus und Geldscheffeln bestimmt ist. - Eine Welt, die bunt ist statt grau, die laut und chaotisch daherkommt, wo die Grenzen zwischen Akteuren und Publikum verwischen, - Gemeinschaft und Individualität, - kollektives Ausflippen, - Zeitlosigkeit, in der Alltägliches zur Nichtigkeit degradiert wird, - das Gefühl, eine andere Welt ist doch möglich- Selbsttäuschung als Überlebensstrategie - Neugier auf neue akustische, visuelle, kulturelle und emotionale Erfahrungen", sagt doch eigentlich alles. Das sind die ersten Zeilen auf der Website der Fusion und das ist auch bei vielen der Grund, warum die Fusion seit vielen Jahren bei einem immer größer werdenden Publikum an Beliebtheit gewinnt. Und trotz steigender Publikumszahlen, bleiben sie Ihrer Sache treu - noch jedenfalls