Elvis' Tod löste eine Massenhysterie aus. Vor Graceland, seiner Villa in Memphis (Tennessee), drängelten sich Tausende von Menschen. Innerhalb weniger Stunden folgten sieben Fans ihrem Idol in den Tod. Der tragischste Fall: Ein 17-jähriges Mädchen stürzte sich aus dem 20. Stock eines Wolkenkratzers in Houston, Texas. Mit rotem Lippenstift schrieb sie vorher ihren Abschiedsbrief auf die nackte Brust: "Elvis, I Love You".
Zwei Tage später, am 18. August, war Presleys Beerdigung angesetzt. Zehntausende verbrachten die Nacht vor dem Anwesen in Graceland, mehrere Hunderttausend begleiteten schließlich den Sarg zum Grab. "Elvis hatte meinem Leben einen Sinn gegeben, was soll ich jetzt noch leben?", schluchzte eine 34-Jährige einem NBC-Reporter in die Kamera. Plötzlich raste ein alter weißer Ford auf die wartende Menge zu. Drei Mädchen starben bei der Amokfahrt, vier weitere Fans wurden schwer verletzt. Der damalige US-Präsident Jimmy Carter verlas eine lange, persönliche Würdigung. Der Gouverneur von Tennessee erklärte den Tag zum Trauertag und ließ alle Fahnen auf Halbmast setzen. Es war das Begräbnis eines Königs, des "King Of Rock'n'Roll".
30 Jahre ist das alles nun her. Jahre, drei Jahrzehnte, in denen durch tragische Todesfälle weitere Mythen geschaffen wurden. Jim Morrison, Sid Vicious, Kurt Cobain, Tupac Shakur: Jede Generation hat ihre eigenen Idole