Ich hatte dreimal das Vergnügen, die Schule zu wechseln und habe dabei unterschiedliche und doch so gleiche Leute kennengelernt.
Nun mal die Frage ans Publikum:
Waren die Charaktere nicht irgendwie in jeder Klasse gleich ?
Ich stell mal die Markantesten in den Saal:
Lehrer´s Liebling
Meist Klassenbester, Eltern oft Studierte, irgendwie durchgehend langweilig, einziges Mankofach: Sport
Der Klassenkasper
Zu 95% männlich, macht sich zum Obst, ohne es zu merken oder will es ganz bewußt. Ihm ist egal, ob die Leute denken, daß er doof ist – hauptsache lustig und beliebt.
Mister Cool
Jaaa, der war irgendwie schon 17, als wir noch alle 13 waren; hatte schon einen Bart, ging als Erster von den Kerlen zur Disse und hatte meist auch als Erster sexuelle Erfahrungen. Heute sieht dieser coole Typ meist 15 Jahre älter aus als wir alle, ist geschieden und hat ein Alkoholproblem.
Klassenliebling
Eine Person mit Aura, meist aus besserem Hause, etwas geheimnisvoll und vorwiegend mit Westverwandtschaft. Jeder wollte in ihrer Nähe sein; wenn die Person welche abblitzen ließ – wurde sie verleumdet.
Fräulein Nasehoch
Eingebildet bis ultimo – aber auf was eigentlich ? Sie ist die Standardintrigantin der Klasse. Wenn es paßt, wird auch mal beim Lehrer angeschissen.
Der Döschi
Bis zur 7. Klasse meist im oberen Leistungsdrittel der Klasse zu finden – ab der 8. wird es meist schwierig – komplexes Denken überfordert ihn. Trotzdem wollen seine Eltern, daß er Abitur macht. Soweit, so anstrengend. Im ersten Abiturjahr muß er sich wegen Überforderung leider in psychiatrische Behandlung begeben.
Zumindest war er die beliebteste Person, wenn mal wieder Klassenkloppe ausgeteilt wurde.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit würden mich Eure Erfahrungswerte hierzu mal interessieren. Natürlich können die hier gelisteten Charaktere durchaus mal männlich, mal weiblich gewesen sein.
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