@Aspergo


@Klein Jani
Wir führen hier keine Grundsatzdiskussion über die Todesstrafe. Diese ist, aus gutem Grund und zum Glück,nicht Bestandteil unserer Gesetze.
Die Entscheidung über Schuld o. Unschuld eines Menschen und die Festlegung des Strafmaßes unterliegt unserer Rechtsprechung, d.h. den Richtern die an unsere Gesetze gebunden sind.
Hier wird immer nach härteren Strafen geschrien, macht sich vielleicht einmal jemand Gedanken darüber, wie es ist mit einer solchen Schuld leben zu müssen. Eine solche Tat haftet einem Täter sein Leben lang an, ein solcher Mensch wird es nie wieder einfach haben, dafür sorgt die Gesellschaft selbst. Ist das nicht eine viel schlimmere Strafe?
Und dann noch was:
Keine Rechtsprechung und sei sie auch noch so gut, ist unfehlbar. Wie könntest du es mit deinem Gewissen vereinbaren, einem Menschen das Leben genommen zu haben und nachher stellt sich heraus das dieser doch unschuldig war?
Das Thema ist "Lynchjustiz"
Ein Leser des Artikels hat das sehr gut zusammengefasst:
Das äußerst bedenkliche an der im Artikel beschriebenen Tatsache ist doch, dass für Aussenstehende (oder auch direkt Betroffenen) der Verdachtsmoment schon ausgereicht hatte um nach Selbstjustiz und Rache zu schreien gegen den Verdächtigen. Und auch vor persönlicher Denunzierung nicht zurückgeschreckt wurde.
Ein solches Verhalten ist untragbar. Was wenn diese Menschen den jungen Mann in die Finger bekommen hätten? Was wenn irgendwelche kleingeistigen Unbelehrbare sich trotzdem genötigt sehen den jungen Mann zu verfolgen?