Der Leidensweg des Protagonisten (gespielt, wie so oft in seinen Filmen, von Regisseur Shinya Tsukamoto selbst) beginnt. Ein Gang, der so niedrig ist, dass man sich nicht aufrichten kann, nur kriechend vorankommt, tastend. Die klaustrophobischen Bilder verfehlen ihr Ziel einer physischen Wirkung nicht. Die wackelnde Handkamera und die hektischen Überblendungen vermitteln einen Bewegungsdrang, der immer schlimmer wird, in dem Maße, wie alle Bewegung unmöglich ist. Ein langes Schwarzbild. Ein Spießrutenlauf mit den Zähnen auf dem Stahlrohr und dem Hammer auf dem Kopf. Ein Sturz auf Dornen. Ein Loch in der Wand, das den Blick freigibt auf menschliche Körper, die geschunden, zerrissen werden. Bruchstück für Bruchstück ergibt sich das Bild eines infernalischen Betonlabyrinths, in dem es keinen Überblick, nur Nahaufnahmen gibt, einer bizarren Foltermaschinerie, in die er eingeschlossen ist, ohne zu wissen, warum. Industrialisierte Tortur und Post-Industrial-Sounds. Musik als Abfallprodukt einer Maschine, die Leid herstellt.