hast du definitiv!
Einführung: "Ende der 80er Jahre befand sich das japanische Kino in einer kreativen Krise. In dieser allenthalben als Stillstand empfundenen Phase tauchte plötzlich ein kleiner, grobkörniger s/w-Film eines jungen, unbekannten Regisseurs auf. Shinya Tsukamotos Tetsuo ist Energie pur, eine kinematografische „Tour de Force“, die auch heute noch verblüfft. Der Film umkreist zwar erzählerisch die Verwandlung seiner Figuren in eine groteske hybride Form irgendwo zwischen Mensch und Maschine, ist jedoch vor allen Dingen eine atemberaubende audiovisuelle Erfahrung. Dazu passt denn auch der ennervierende Soundtrack von Chu Ishikawa und die expressive, übersteigerte Verwendung von Sound Effekten."
Electric Dragon 80.000 Volt
Electric Dragon wiederum markiert für seinen Regisseur Sogo Ishii die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. Bereits Anfang der 80er Jahre hatte Ishii mit ein paar radikalen Streifen seinen kompromisslosen, anarchisch-epischen Stil geprägt. In Electric Dragon entführt er den gewillten Zuschauer in einen 55-minütigen, von ohrenbetäubendem industrial punk/noise begleiteten Wahnsinn, nach dem man seine verbliebenen Gehirnzellen mühsam vom Boden auflesen muss. Auf s/w-Material auf den Dächern und in den engen Gassen Tokyos gedreht, geht es um zwei Typen, die sich gegenseitig umbringen wollen. In Superheldenmanier nutzen sie jegliche Energiequellen wie Trafostationen, Elektrokabel, -stecker oder –stühle um sich aufzuladen und den Gegner auf die denkbar spektakulärste Weise zu zerstören.