Boah, krasse Worte, sehr polarisierend,
fast polemisch, nur leider ein wenig
am Thema vorbei.
Wenn Ferrari nur 100 Autos von einem
Modell baut, dann einfach deshalb,
damit der Marktwert durch die
Nachfrage steigt, denn die ist zweifellos
da.
Wenn die GEMA Gebühren auf Brenner
und Rohlinge erhebt, so erscheinen mir
persönlich die nur gerechtfertigt,
schließlich habe ich damit die
Möglichkeit, Musik und andere Medien
zu kopieren, soweit es mir die 'legalen
Wege' erlauben...
Wenn aber die Musikindustrie (die
Filmindustrie ebenso...) 1000 Songs
produziert, von denen EINER nach dem
'Dumm fickt gut-Lotto-Prinzip' ein Hit
wird und dieser Track auch immer noch
von grandios schlechter Qualität ist,
dann wird mir einfach übel. Übel vor
allem deswegen, weil diese Maschinerie
es tatsächlich durch ihre enorme
Marktmacht schafft, das Zeug
tausendfach in die Stuben zu drücken,
bis die Leute 'keine andere Wahl' mehr
haben, als es irgendwann 'gut' zu
finden, weil sie wirkliche Qualität gar
nicht mehr erkennen! Und dass dieser
EINE Track (der in 90% der Fälle auch
immer noch Schrott ist) den ganzen
anderen Unsinn 'refinanzieren' muss,
nur weil die ENRs der Labels nicht
checken, dass Masse nicht gleich Klasse
ist, DAS ist einfach traurig.
Die Folge von diesem enormen
Qualitätsverlust ist, dass die Leute nur
mit 'Gewalt' überredet werden können,
den Schmonk zu kaufen, was natürlich
enorm viel Geld kostet (Werbung,
VIVA, MTV etc...). Dieses Geld wird
worauf unmgeschlagen? Klar: auf die
Verbraucherpreise.
Wenn man sich den Moloch der
Musikindustrie ein wenig genauer
betrachtet, so stellt man sehr schnell
fest, dass sich diese Spirale in den
letzten 15 Jahren enorm zugespitzt
hat. Aber die Leute sind nicht so
dämlich, wie die Marketingheinis in
den Vorstandsetagen es sich gerne
wünschen würden.
Das Desaster ist also absolut
hausgemacht.