"Warum sind Diplomaten immun?"
"Feige Priester wie Du, die im Luxus und in der Ausschweifung fett geworden sind, sollen samt ihren verweichlichten Helfershelfern vernichtend geschlagen werden“, erklärten die Gesandten König Karls VIII. von Frankreich 1496 Papst Alexander VI. im Auftrag ihres Herrschers.
Dass sie diese Worte wagen konnten, verdankten sie der schon damals geltenden diplomatischen Immunität. Gäbe es die nicht, antwortete der Papst, „hätte ich Euch die gottlosen Bastardzungen, die so viele Beleidigungen gegen mich ausgespieen haben, schon aus dem Hals gerissen.“
Die diplomatische Immunität, schon damals akzeptiert und praktiziert, hat ihre Wurzeln im Sonderstatus des Boten, der als Kontaktperson geschützt werden sollte. Dieser Schutz ist im Wiener Übereinkommen von 1961 fest verankert und bewahrt den Diplomaten vor strafrechtlicher, zivilrechtlicher oder administrativer Verfolgung im fremden Staat.
Wenn ein Diplomat ein schweres Verbrechen begeht, wird er üblicherweise zur persona non grata erklärt und aus dem Gastland ausgewiesen. Mit einer Anklage muss er nur im Heimatland rechnen. Immer wieder gibt es Fälle von Missbrauch der diplomatischen Immunität: So wurde im Januar ein Fall bekannt, in dem sich ein jemenitischer Botschafter in Berlin eine Haushälterin wie eine Leibeigene hielt, bis sie so abgemagert war und erkrankte, sodass er sie in ein Krankenhaus bringen musste."
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http://www.pm-magazin.de/r/gute-frage/warum-sind-diplomaten-immun
sollte abgeschafft werden 1. hat keinen Nutzen und 2. gibt es nur den Missbrauch