Die derzeitige Offensive etwa, in deren Zuge mehrere US-Soldaten auf die Leichen erschossener Taliban-Kämpfer urinierten, neben Leichenteilen für Fotos posierten, Korane verbrannten und ein Armeemitglied im Alleingang 16 Zivilisten im Schlaf ermordete, wäre ohne den engagierten Einsatz der in Afghanistan stationierten US-Truppen nicht denkbar.
Auch zu größeren Militäraktionen wie dem von der deutschen Bundeswehr angeordneten und von den Amerikanern durchgeführten Luftangriff bei Kunduz, bei dem 2009 auf einen Schlag gleich 142 Zivilisten ums Leben gekommen waren, sei die afghanische Armee logistisch noch nicht bereit. Ähnliches gelte für Drohnenangriffe auf Hochzeitsgesellschaften.