@skip: spätestens Pisa hat doch gezeigt, dass das deutsche Schulsystem zum großen Teil mit dafür verantwortlich ist, dass die Bildungschancen sehr stark vom Bildungsgrad der Eltern abhängen. Andere Länder machen es vor, wie man auch Problemschülern ermöglicht, einen Schulabschluss zu machen oder ihnen sogar ein Studium ermöglicht.
Vorschläge gibt es doch zur Genüge: Ganztagsschulen, möglichst viele Kinder in Kitas unterbringen, schon im Vorschulbereich mit Lesen, Rechnen und vielleicht sogar einer Fremdsprache beginnen, "Ein Instrument für jedes Kind", usw. Diese Liste ließe sich beliebig verlängern.
Wie QuDDel schon meinte, die Eltern sind heute nicht mehr der einzige Wertevermittler und ich würde vielleicht soweit gehen zu sagen, dass diverse Artikel und Berichte im vergangenen Jahr den Gedanken nahe gelegt haben, dass grade in den "unteren" Schichten diese Wertevermittlung in der Familie kaum bis garnicht mehr statt findet. Aus diesem Grund sollte die Gesellschaft durch das Bildungssystem viel mehr diese Aufgabe selbst übernehmen, dort, wo die Familie es nicht mehr leisten kann oder will (und wehe jemand kommt mir jetzt mit Gleichschaltung der Kinder alá Hitler-Jugend *g*). Dazu braucht es jedoch mehr Geld für Schulen und insbesondere mehr und besser bezahlte Lehrkräfte.