* Einer Hypothese zufolge treten
Déjà-vus in Situationen auf, die an ein
verdrängtes tatsächlich erlebtes Ereignis
erinnern, das so kurz wahrgenommen wurde,
dass es nicht bewusst registriert werden
konnte.
* Nach einer anderen Hypothese sind
verdrängte Phantasien die Quelle von
Déjà-vus.
* Möglicherweise handelt es sich um
spezielle Situationen, in denen Kurz- und
Langzeitgedächtnis für einen Moment nicht
aufeinander abgestimmt sind. Danach beruht
das Erlebnis auf teilweiser
Übereinstimmung aktueller und früher
erlebter Situationsmerkmale, die nach dem
Pars-pro-toto-Prinzip ergänzt werden: Eine
vertraut wirkende Situation enthält zum
Beispiel einen bestimmten, bekannten
Geruch. Dieses einzelne Element sorgt dann
für ein Wiedererkennen, das auf die
gesamte Situation übertragen wird.
* Frühe Experimente belegten, dass
Déjà-vu-Erlebnisse mit neurochemischen
Vorgängen in den Temporallappen des
Gehirns zusammenhängen. Durch
Elektrostimulation der äußeren
Temporallappen ließ sich die
Wahrscheinlichkeit eines
Déjà-vu-Erlebnisses auf das Vierfache
erhöhen.
* Traumatische Schädigungen des
Temporallappens können Häufungen von
Déjà-vu-Erlebnissen nach sich ziehen.
* Eine Überreizung der äußeren
Schläfenlappen kann auch bei
Epilepsiepatienten auftreten. Viele
Betroffene beschreiben Zustände, die einen
epileptischen Anfall ankündigen. Diese
werden als eine Aura bezeichnet und gehen
häufig mit Déjà-vu-Erlebnissen einher.
* Untersuchungen ergaben, dass
Déjà-vus oft nach Phasen großer Belastung
auftreten, wenn der Stress abebbt und der
Mensch sich wieder entspannt.
* Weitere Studien zeigten einen
Zusammenhang zwischen der
Imaginationsfähigkeit eines Menschen und
der Häufigkeit von Déjà-Vus.
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